Hier warten die Irren.

Mittwoch, 16. März 2011

Zeitlos / keine Zeit





Weil ich ja heute Geburtstag habe und das gesamte vergangene Lebensjahr verhältnismäßig lieb gewesen bin, wurde mr heute ein gutes und sinnvolles Geschenk zugeteilt.
Ich verrate es nun: Eine Uhr. Etwas so ähnlich wie oben auf dem Bild aber eigentlich viel schöner.
Es ist eine Armbanduhr.
Das Gute und Sinnvolle daran ist, dass sie ja besonders groß ist.

Jeztzt habe ich mehr Zeit.

Dienstag, 15. März 2011

Moderne Gezeiten





Kürzlich noch habe ich meinem Lesermeer erklärt, dass Bettler jetzt auch per HOME OFFICE ihrem Tagwerk nachgehen können.
GESTERN und in Lüdenscheid konnte ich aber einen sehen, der frierend auf einer Decke am Sternplatz saß. Vor ihm stand sein Pappbecher für Kleingeld und in der Hand hielt er ein Handy (Hand-hielt-Handy), in das er fortwährend SMSse tippte.

Nun weiß ja jeder, dass ich ein großes Herz habe für alle Mitglieder der Gesellschaft auch denen es mal unverschuldet nicht gut geht, oder die eben keine Lust zu arbeiten haben, obwohl das ja eine Minderheit ist und außerdem kam das Handy aus Japan und denen da geht es ja nach dem Erdgebebe und den ganzen Explosionen in den Kernkraftwerken und überhaupt nicht gut, JEDENFALLS:
Ich beschloss aus dieser Gemengelage heraus, dem Mann etwa zu schenken. Doch Geld sollte es nicht sein. Sicher würde er sich davon Schnaps oder Pralinenschachteln kaufen wollen. Schließlich ist ja Fastenzeit angesagt.

Kurzum schickte ich ihm per Bliuetooth den Crazy Frog.



rengdengedengdengdengdeng deng

Montag, 14. März 2011

Erwachsen

Irgendwann ist man es.
Aber man weiß eigentlich nicht genau wann es ist.


Aber ich weiß es jetzt.



Wenn man durchs CD Regal im Elektrosupermarkt einer CD ansichtig wird, die den schönen Bandnamen "Kotzreiz" und zudem noch einen Tracktitel "Blutpopel" in sich trägt, und man diese CD eine Weile beschaut und dann zurück ins Regal stellt.
Dann ist man erwachsen.


Glaub ich.

Sonntag, 13. März 2011

E10


Das habe ich selber aufgenommen das Bild hier. Mit meinem Schnurlostelefon.

Es steht mir ja frei an dieser exponierten Stelle auch mal ein ernstes Thema erschöpfend zu beleuchten.
Einfache Menschen wie ihr, meine Leser, können dann Lehren daraus ziehen.

Leserbriefe werden gerne angenommen und hier veröffentlicht.

Also:


E10

Plötzlich kommt man an die Zapfsäule und da hängt ein neuer Tankrüssel. Das fällt aber zunächst nicht auf, weil da schon so viele hängen.
FRÜHER als noch alles gut war, gab es drei Sorten:
Normal
Super
Diesel
Und ein Liter kostete 1 DM.
Man möchte das gar nicht umrechnen, weil dann wird man eventuell schlecht gelaunt.

Ja also, heute gibt es viele verschiedene Treibstoffsorten. Ich kann die Namen nicht auswendig UND E10.
Bei E10 ist neu, dass es der erste Treibstoff ist, der wahrscheinlich vielleicht die Motoren kaputt gehen lässt. Das wird schon vorher gesagt.
ERSTAUNLICHERWEISE wollen die Menschen das jetzt nicht kaufen, obwohl auch in der BILD stand, dass E10 machen Motoren wahrscheinlich vielleicht NICHT kaputt gehen lässt.
WARUM denn dann, hör ich das Lesermeer nun fragen.
Die Idee für E10 kommt aus der Lebensmittelbranche.
Da ist es schon länger erfolgreich praktiziert, irgendwelche Cerealienen, die man nicht mehr brauchen kann, beizumengen.
Beispiele: Glycol in erlesenen Wein oder altes Öl und Fett in Hühnerfutter.
Warum also nicht auch ins Benzin?, haben DIA DA OBEN sich gedacht und gemacht.

Mir aber egal, denn ich bin ja auf der sicheren Seite.
Ich tanke E10 einfach trotzdem und wenn das meinen Motor kaputt gehen macht, gehe ich mit meinen Tankquittungen zum schuldigen Konzern. Dort bekomme ich wahrscheinlich ein neues Automobil.
Um ganz sicher zu gehen, muss man sich an der Tankstellenkasse jedesmal eine Abtretungserklärung aufschreiben lassen. Darauf steht, dass die Tankstellenaushilfe (5€) gegebenenfalls haftet. Ich lasse das die jungen Leute frei formulieren und auf die Rückseite der Tankquittung schreiben. WICHTIG: Es sollten mindestens zwei Zeugen mitunterzeichnen.

Lebenshilfe pur von mir - für mein Lesermeer.



Allzeit GUTE FAHRT.

Samstag, 12. März 2011

Tsunamivorteile


Wie so Sechsjährige die Welt begreifen:

Das Radio ist an und berichtet von den Folgen des Erdgebebes in Japan.

Kevin (6, Name leicht geändert) zu seinem Freund Lewis (auch 6 und Name leicht geändert)


"Wär doch gut, wenn hier Tsunami kommt. Dann kann dein Papa dich nicht holen und du kannst hier übernachten."

Mittwoch, 9. März 2011

Betrachtungen um den Erhalt der deutschen Sprache. Die Geschichte vom Bruder, der Plesi3 gemacht hat

Ach, ach, ach,

ich sorge mich.



Gestern erzählte ein 6jähriger Schulbub (Migrationshintergrund, in Deutschland geboren) im Erzählkreis von seinem Wochenende.
"Mein Bruuuuudaaaaa hat Plesidraaaaaaaaaaii gemaaaaaach."

Ich kann das mal eben übersetzen.
"Mein Bruder hat mit der Playstation 3 gespielt."

Von Seiten der anderen Kinder kamen aber keinerlei Nachfragen zum Verständnis.

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Später:
Ich bekam in einem Schnellrestaurant einen Gutschein für ein kleines Gebäck.
Früher, als alles noch gut war, bekam man ja auch mal immer was geschenkt.
"Willzune Scheibe Wuass?"
Jetzt zeige ich mal eben wie der Gutschein aussieht.

***

ZUM GLÜCK lernen die Kinder ja jetzt schon ab Klasse 1 Englisch.
Anders werden sie sich ja bald auch nicht mehr zurechtfinden können.
Früher, als noch alles gut war, hieß ja auch die Kinderportion (mit Spielzeug) in diesem Schnellrestaurant ganz normal "JUNIORTÜTE". Seit mehreren Jahren heißt sie "HAPPY MEAL" Das machen DIE DA OBEN extra. Da bin ich mir sicher. Sie nehmen uns die Ausdrucksmöglichkeit der Sprache. Wer 1984 gelesen hat, weiß Bescheid.

Früher als noch alles gut, und ich klein war, gab es weder Happy Meal, noch Junior Tüte. Damit ich nicht verhungern musste, gingen meine Eltern manchmal mit mir Essen. In Restaurants wo es Messer, Gabeln und Teller gab. Und Gläser aus Glas. Meine Eltern berichten auch heute gerne noch, dass das Glas jedes Mal umgekippt ist.
Für Kinder gab es da Kinderteller mit kindgerechten Namen.
Hier ein paar Beispiele:

Kinderteller Pinocchio
Kinderteller Biene Maja
Kinderteller Räuber Hotzenplotz

Ich möchte fast wetten, dass keiner der Restaurantbesitzer jemals Lizenzgebühren für die Nutzung der Namen bezahlt hat. (Vielleicht sollte ich das mal als Wettvorschlag bei Wetten dass anmelden. Aber treue Leser wissen ja, dass DIE DA OBEN mich da ja wohl scheinbar nicht in der Sendung haben wollen.

Jedenfalls war es ja so, dass sich hinter Kinderteller Pinocchio, Kinderteller Biene Maja oder Kinderteller Räuber Hotzenplotz ganz normale Speisen verbargen.Zum Beispiel Wurst mit Fritten, Schnitzel mit Fritten oder Eisbein mitNudeln und Ketchup. Und hier kam es dann schon mal zu Gewissenskonflikten. Nämlich konnte ich keinen Kinderteller Biene Maja auswählen, obwohl ich ja gerne das Schnitzel mit Fritten gegessen hätte. Biene maja war aber eine Mädchenfigur. Sicher kann jeder nachvollziehen, was ich meine.

Darum ist das heute ja auch so: Alles heißt HAPPY MEAL.

Trotzdem,begeben wir uns mal kurz auf eine Fantasiereise und geben den Kindertellern (Teller gibts da ja nicht) mal wieder schöne Namen.

Kinderteller (ohne Teller) Obi Wan Kenobi
Kinderteller (ohne Teller) Hannah Montanna
Kinderteller (ohne Teller) Diese Figuren mit den eckigen Köpfen.
Kinderteller )ohne Teller) Deutschland sucht den Superstar.

Ich glaube, ich bin etwas vom Thema abgekommen.
Abschließend könnte ich ja hier noch hinschreiben, dass wir vor einigen Monaten auf der Rassekaninchenzüchterausstellung bei der Tombola einen guten Gewinn abgesahnt haben.
Kevin so: "Ich habe ein Happy Meal ohne Essen gewonnen."



ENDE


***
Nachtrag: Ich habe den Gutschein entwertet, WEIL: Steht ja schon unten ganz klein drauf: Die Einlösung kann bei verdacht auf Missbrauch verweigert werden.
DAS widerum ist ja eigentlich ein gutes Ansinnen. Grade nach der Diskussion um die ganzen Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche und alles.

Sonntag, 6. März 2011

Auge-Hand Koordination


Jeder weiß doch:
Von Computerspielen wird man dumm, selbst vom Wiigehampel.
Auch wenn Wiigehampel ein schönes Substantiv ist.

Damit meine leibeigenen Kinder nicht verdummen, spielte ich heute analog mit ihnen. Ein Spiel. Vor dem Essen. Am Esstisch.
Dass das nicht so gut war, versteht man am Ende dieses Tagebuchbeitrages.

Wir spielten ein fast vergessenes Reaktionsspiel: Spitz pass auf.
Ich war der Spitz und musste aufpassen.
Für die Jüngeren unter uns sei kurz erklärt. Bei Spitz pass auf haben die Spieler eine Spielfigur am Faden und müssen diese nach bestimmten Regeln ganzganzschnell wegziehen. Der Spitz ( umgedrehter Becher ) mus sie fangen.

Nach wenigen Minuten konnten meine leibeigenen Kinder das Spiel gut spielen und reaktionsschnell vor dem Spitz wegziehen.

Dann gab es Abendessen.
Ich füllte die Gläser der Kinder mit erlesenem Fruchtsaft.

Und schwupps, gelang es Kevin das Glas reaktionsschnell wegzuziehen.